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Fassadenkunst: Die kreative Hauswand als Trend

Fassadenkunst: Die kreative Hauswand als Trend

Fassadenkunst ist das Schlagwort wenn es darum geht, die Hauswand kreativ zu gestalten. Von einer nicht so häufig gewählten Farbe (gelb, grün) über die Verwendung von Graffiti hin zu aufwändigen Fassadenbildern, die viel künstlerisches Talent zeigen, gibt es zahlreiche Beispiele. Auch in der Presse spielt das Thema der kreativen Fassadengestaltung immer wieder eine Rolle. Mal gibt es positive Meldungen, mal werden aber auch Bilder an der Fassade negativ bewertet – je nach Thema, Ort und Künstler. In diesem Beitrag zur Fassadenkunst finden Sie eine Zusammenfassung und dazu Wissen für Ihre kreative Hauswand.

Fassadenkunst kann Malerei, Graffiti und vieles mehr sein. Aber auch Kunst aus Licht, Video, Musik und mehr kann bei Events an Fassaden gesehen werden. 2017, 2018
Fassadenkunst kann Malerei, Graffiti und vieles mehr sein. Aber auch Kunst aus Licht, Video, Musik und mehr kann bei Events an Fassaden gesehen werden.

Was ist Fassadenkunst?

Nicht nur Graffiti an der Hauswand kann, wenn es mit einigem künstlerischen Anspruch gestaltet wurde, als Kunst an der Fassade bezeichnet werden. Wie unter anderem die Riesensteckdose an den Cottbuser Stadtwerken, der offene Schrank an einer Häuserzeile in Senftenberg und ähnliche Projekte der Strauss & Hillegaart GmbH können auch realistisch gestaltete Bilder die Außenwand verschönern. Über besagte Firma, deren Geschichte und Projekte berichtete unter anderem die Märkische Allgemeine im September 2016. Den Beitrag finden Sie mit diesem Link.

Fassadenkunst kann aber auch abstrakter und nicht auf den ersten Blick verständlich sein. Bilder, die den Betrachter herausfordern und wichtige Themen ansprechen, werden auch immer wieder thematisiert. Denn vor allem wenn die Kunstwerke von vielen einsehbar sind, werden sich auch immer wieder viele darüber beschweren. Bis zu einem gewissen Maß nachvollziehen kann man dies sicherlich bei der Fassadenkunst in Berlin-Tegel, über welche der Tagesspiegel aus Berlin im Juni 2016 berichtete. Den Artikel finden Sie mit dieser Verlinkung.

Wie frei ist man in der Gestaltung?

Wollen Sie selber die Fassade Ihres Hauses gestalten oder eine Firma gründen, um Fassaden von Auftraggebern zu gestalten, so gibt es verschiedene Quellen, deren Aussagen Sie beachten müssen. So sind die Vorgaben des Auftraggebers natürlich wichtig. Aber auch Bauverordnungen, Bebauungspläne der Stadt / Kommune sowie der Jugendschutz spielen eine Rolle. Denn das Haus darf durch die Kunst an den Fassaden nicht arg verunstaltet oder mit Gewaltverherrlichung, übermäßiger / klarer Sexualität, rassistischen oder faschistischen Bildern ausgestattet werden. Ansonsten gilt in Deutschland ein eigentlich freier Umgang mit der Fassade – im Zweifelsfall sollten Sie beim Bauamt Details erfragen.

Ein privates Haus oder eine Doppelhaushälfte kann vom Eigentümer respektive Besitzer meist frei gestaltet werden, wenn oben genannte Regelungen, Verordnungen und die Gestaltungssatzung der Gemeinde bedacht werden. Die Nachbarn sollten natürlich auch nicht provoziert werden – und das Stadtbild sollte meist auch gewahrt werden. Steht das Haus aber frei oder ist die Fassade nicht einsehbar (etwa in Richtung Garten), dann können Sie sprühen, malen, Graffiti aufbringen und dergleichen mehr. Im Zweifelsfall nehmen Sie eine Zeichnung vom Bild, das Sie an die Wand bringen wollen, und gehen in der Nachbarschaft herum. Fragen Sie dann, ob das Motiv in Ordnung ist. Das Gleiche können Sie bei Bauamt und ähnlichen Stellen tun.

Graffitiauftrag vergeben oder selber machen?

Wollen Sie als Privatperson, Unternehmen, öffentliche Einrichtung, Verein oder Organisation Ihre Immobilie individuell gestalten, dann können Sie entweder Künstler engagieren oder sich selbst an der Aufgabe probieren. Je nach eigenem Interesse und den Fähigkeiten kann letzteres natürlich zu einer Ersparnis in der Kasse führen. Jedoch sind Auftragsgraffiti, Airbrush-Arbeiten vom Profi und Malereien vom Meister wesentlich professioneller und meist auch schneller realisiert. Menschen, die mit dieser Art Arbeit ihre Brötchen verdienen, finden Sie oft auf deren Webseiten. Zum Beispiel der Diplomkünstler Philipp von Zitzewitz präsentiert sich und seine Projekte (auch aktuelle aus 2016, 2017 und 2018) auf seiner Webseite.

Das passende Bild für die Wandgestaltung

Vor allem bei Unternehmen, Organisationen, Museen, Vereinen und Organisationen ist das richtige Bild für die Wandgestaltung am Gebäude schnell gefunden. Das Eisenbahnmuseum bekommt eine Dampflok, der Sportverein zeigt verschiedene Sportler mit ihren Sportgeräten und das Schwimmbad schmückt sich mit Fischen. Diese und viele weitere Beispiele zeigen: die Außenwirkung kann mit Fassadenkunst erreicht sowie auch massiv verstärkt werden. Die Aufmerksamkeit kann extrem gelenkt werden. Neben dem bloßen Unternehmensnamen oder dem Namen der jeweiligen Einrichtung kann ein Bild direkt eine Assoziation, ein Interesse bzw. den Wunsch an der Teilhabe im Betrachter auslösen.

Vorteile der Gestaltung durch den Profi

Die Fassadenkunst liegt in Deutschland im Trend, weswegen immer mehr Menschen überlegen, die Wände ihrer Immobilie kunstvoll zu gestalten. Vergeben Sie dafür einen Auftrag an einen Maler, Sprayer, Airbrush-Künstler oder anderen Profi, dann geben Sie viel Arbeit ab. Das Design in der richtigen Perspektive ist der erste Schritt. Hinzu kommt die Auswahl der richtigen Materialien und Farben. Auch die Versiegelung bzw. die Verwendung von speziellen, wetterfesten Farben ist wichtig. Jemand, dessen täglich Brot das Thema ist – egal ob Graffiti, fotorealistische Zeichnung oder abstrakte Kunst – kennt sich damit am besten aus. Zudem schonen Sie als ungeübter Maler Ihre Nerven, indem Sie die Gestaltung nicht selbst übernehmen.

Beliebte Motive

In vielen Städten von Berlin über Hamburg und Hannover hin zu Dresden, Köln und München sieht man in entsprechenden Vierteln viel Kunst an den Fassaden der Häuser. Bei dieser Art Gestaltung kann man gut und gern einige erfolgreiche Motive und Themen herausfiltern. Dies sind ein paar, die je nach Ort, Kunde und Künstler immer wieder anzutreffen sind:

  • Tiere und Natur
  • Musik, Filme und Popkultur
  • Politik und Wirtschaft
  • Kultur und Gegenkultur / Subkultur
  • Comic und Karikaturen
  • Technik und Fortschritt
  • Sci-Fi und Fantasy
  • Menschen, vor allem Kinder und Frauen
  • Tradition und Begegnungen
  • Geschichte und Zukunftsvisionen

Lightshow: Temporäres Fassaden-Projekt

Aber Fassadenkunst muss nicht immer für die Dauer gemacht werden. Viele Konzerte, Stadtfeste, Märkte und andere Veranstaltungen setzen immer wieder mit Erfolg auf die Projektion von Bildern, Animationen und Video-Aufführungen an Hausfassaden. Dabei gibt es spezielle Software und Videokünstler, welche die Projektionen speziell auf das zu illuminierende Gebäude ausrichten. So können Fenster, Türen, Säulen, Giebel, Erker, Stuck und andere Elemente in Szene gesetzt werden. Nicht selten werden zudem Musik und Licht in einem Projekt zusammengefasst, um die Events zum Gesamterlebnis zu machen.

Fazit

Ob Graffitikunst, Wandgemälde aus klassischer Malerei, Fantasie oder Abstraktes – die Fassadenkunst hat viele Gesichter. Neben der starren Kunst, die für längere Zeit an die Außenwand gebracht wird, gibt es auch Installationen und Projekte aus Klang und Videos, die als Fassadenkunst bei Events zum Einsatz kommt. Von der Schule über das Unternehmensgebäude hin zum Sportverein ist für jeden etwas dabei.

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